Auf den Spuren der Eisbären
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Auf den Spuren der Eisbären

 

Als ich vor einigen Jahren eine Multivisions Show vom bekannten Wildlife Fotografen Florian Schulz besuchte, war ich so begeistert von seinen Aufnahmen des Königs der Arktis! – Der Eisbär ist eine faszinierende Kreatur, welche mich von Anfang an  in den Bann zog…Also kam in mir der Wunsch hoch, dieses aussergewöhnliche Tier doch auch mal selbst in seiner natürlichen Umgebung zu sehen und nach Möglichkeit auch zu fotografieren! Dieser Gedanke wollte ich unbedingt in die Realität umsetzen.Svalbard/Spitzbergen wurde dann meine erste Destination. An Bord der Plancius umrundete ich diese Insel, in der Hoffnung meinen ersten Eisbären live zu erleben. Schon auf dieser ersten Reise wurde ich nicht enttäuscht. Ich hatte das Glück, gleich mehrere Exemplare zu sichten! Und als ich die allerersten Bilder auf meiner Kamera hatte, kamen mir aus lauter Glückseligkeit einige Tränen…

Das Erlebte weckte in mir die Lust auf mehr! – Nächste Station auf meinem Radar war die Kanadische Arktis! – Die Stadt Churchill ist bekannt für ihre Eisbären… Aber ich wollte sie nicht in den Massen der Eisbärentouristen erleben! Draussen im Whiteout sollte es sein! Im Packeis, umgeben vom weissen Nichts! Dies war nur möglich in Begleitung eines professionellen Guides und zwei bewaffneten Inuits! Mit einem Bushflieger wurden wir im Norden der Hudson Bay „ausgesetzt“.  Eine einfache Blechhütte war unsere Unterkunft. Umzäunt mit einem Elektrodraht. Zur Sicherung unseres Reviers.Dass unser Camp auch so nicht ganz sicher war, erlebte ich eines Abends, als eine Eisbärenmutter mit ihrem zwei Jahre alten Jungen vor unserer Tür war und unsere Tiefkühltruhe draussen ausräumte…!Eine nicht ganz ungefährliche Situtation. Sie wurden dann mit Gummischrot und Gewehrschüssen vertrieben. Kamen aber in der Nacht nochmals zurück! Die gestohlenen „Chicken“ mochte ich ihnen gönnen! – Bei durchschnittlichen minus 25 Grad gab es dann an den nächsten Tagen meine wohl schönsten Aufnahmen des Königs der Arktis! – Aber da war auch noch der Polarfuchs, welcher mich genauso faszinierte wie der Eisbär selbst! Die Bilder sprechen wohl für sich…

Dass ich ein zweites Mal nach Churchill zurückkehren würde, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. – Aber ein Jahr später hatte ich die Gelegenheit, mit der bekannten Fotografin Daisy Gilardini eine Reise zu den Eisbärenbabies zu unternehmen! Ende Februar, anfangs März kommen die Kleinen erstmals mit ihrer Mutter aus ihrer Winterhöhle! Sofern man sie denn findet. – Draussen im Niemandsland wurden wir nach langer Wartezeit fündig! Nota bene bei Temperaturen bis minus 49 Grad! – Eine Herausforderung an Mensch und Kameras! Der Aufwand, um einen solchen Moment festhalten zu können ist riesig! Lange Anreise, lange Wartezeiten etc. Aber es gibt wohl nur ein paar Leute auf der Welt, welche dieses Erlebnis teilen können! Und ich gehöre zu ihnen. Ein Privileg!

Svalbard – Greenland – Canadian Arctic – waren meine Stationen, um diese wunderbaren Tiere live zu erleben. Ich kann es nicht in Worte fassen, was das für mich bedeutet. Ich hoffe einfach, dass diese prachtvollen Tiere ihren Überlebenskampf mit dem schwindenden Eis gewinnen! Save the Planet – save the Artic!

In Dankbarkeit Speedy

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